Vita Vision
Sara Goller - Beach Volley Weltmeisterin
saragoller_pool Liebe Frau Burkart,

wir Profisportler sind ja immer auf der Suche nach Möglichkeiten, das beste aus unserem Körper rauszuholen. Die Mischung aus "vollkommen zur Ruhe kommen" und "seinem Körper etwas Gutes tun" haben mich nach eine langen, zehrenden Saison sehr angesprochen.
Im nächsten Jahr steht Olympia vor der Tür und die Möglichkeit über Ayurveda den Reset-Knopf zu drücken, die Ruhe vor dem Sturm quasi herbeizuführen, klang sehr vielversprechend.
Ich hatte mich zwar im Vorfeld darüber informiert, was auf mich zukommen würde aber eine genaue Vorstellung hatte ich noch nicht. Meine Hoffnung war, am Ende meiner 14-tägigen Kur, der Ruhe für den Kopf und Körper näher gekommen zu sein.
Doch so lange musste ich nicht warten. Es war echt irre! Ich kam auf der wunderschönen Anlage des Hotels auf Mallorca an und wurde sofort ruhig! Um das Hotel nur Mandel-, Feigen-, Granatapfel- und Orangenbäume sowie Weintrauben, zu meiner Reisezeit im Herbst auch noch zur Selbstbedienung reif.
Die Menschen, die uns begegneten auch allesamt, ruhig und freundlich.
Eine kleine Oase.




Die Tage waren dann alle relativ ähnlich. Morgens um 7 Uhr aufstehen, 7.30 Uhr Yoga, 8.40 Uhr Frühstück, dann irgendwann zwischen 10 Uhr und 12 Uhr Beginn einer ca. zweistündigen Massagebehandlung.
Für den Rest des Tages wurde viel Ruhe verordnet. Was gut war, so konnte man mit gutem Gewissen faulenzen! Toll! Man hat auch viel Zeit zum Nachdenken und es ist erstaunlich, welche verschütteten Erinnerungen oder aufgeschobene Entscheidungen die Kur wieder hervorholt. Auch das ist einer der Reinigungsprozesse.
In der ersten Woche war mir aber ehrlich gesagt auch nicht besonders nach viel Action. In den drei anfänglichen Ghee-Tagen, wird man ganz schön auf links gezogen. Die ganzen Schlacken lösen sich, ich hab mich ziemlich elend gefühlt teilweise. Hatte Kopf- und Rückenschmerzen, fühlte mich schwach und übel war mir auch. Aber irgendwie war das alles ok. Man durfte ja. Man durfte, nein sollte (!) ruhen und sich einfach so fühlen wie man sich eben fühlt, weil ja nicht sofort der nächste Wettkampf oder das nächste Training auf dem Programm stand. Wie der Körper reagiert ist aber wohl bei jedem verschieden.
Nach den Ghee-Tagen ging es dann aber steil bergauf. Wir durften wieder normal essen (vorher gab's neben der geklärten Butter am morgen, nur noch eine Suppe am Abend. Von daher habe ich mich über jedes Stück bissfeste Paprika gefreut..) Normal heißt jetzt ayurvedisch aber ich fand es immer sehr lecker und versuche die Prinzipien so gut es geht nun in meinen Alltag zu integrieren. Vor allem das Frühstück ist ein deutlicher Unterschied zu unseren Brötchen mit Aufschnitt aber gerade das fand ich besonders lecker und sehr abwechslungsreich. In den 14 Tagen gab es nicht einmal das gleiche Frühstück!
Neben den Essgewohnheiten, versuche ich auch das Yoga regelmäßig weiterzumachen. Mich hat das immer unheimlich frisch und entspannt in den Tag starten lassen und mich auch wirklich gefordert! Auch hiervon war ich sehr positiv überrascht.
Dann bleibt eigentlich nur noch das Wichtigste und Letzte: Die Therapeuten. Ich habe mich mit allen Beteiligten dort extrem wohlgefühlt. Man wird sehr liebevoll und freundlich behandelt und alles ist freiwillig. Man wird zu nichts gezwungen oder missioniert. Außerdem nehmen sich alle total viel Zeit. Nie ist irgendwo Hektik oder keine Zeit für eine Nachfrage oder ein Pläuschchen.

Fakt ist: ich habe mich sehr wohl gefühlt und bin gestärkt und voller neuer Ideen nach Hause gefahren und definitiv noch nie in einem Urlaub so zur Ruhe gekommen.

Sara Goller